Der Ökogäller
Es ist einfach unerhört,
wie man Gällers Welt zerstört!
Ob Hamburg, München, Köln, Berlin,
überall stinkt's nach Benzin.
Baumaschinen roll'n herbei,
schaffen eine Wüstenei.
Der Nachtigäller protestiert:
"Mein schöner Wald wird ruiniert!"
Doch seine Stimme bald verstummt,
denn laut die Motorsäge brummt.
Dem Gäller zittern die Gedärm.
Vom permanenten Motorlärm.
"Ach", stöhnt des Gällers arme Frau,
"was machen Menschen für'n Radau!
Wo so viel dreiste Menschen leben,
da kann es keine Gäller geben.
Und ganz besonders in der Stadt,
der Mensch 'nen großen Vogel hat.
Er glaubt, er sei der Herr der Welt,
der alles fest in Händen hält,
sich tierisch ungehemmt vermehrt,
die Kraft der anderen verzehrt.
Mir ist vor diesem Wesen bang!
Der Mensch ist unser Untergang!"
Der politisch inkorrekte Gäller
Die Ökos glauben ganz und gar,
- man fasst es nicht! - doch es ist wahr:
Windräder seien ökologisch,
dazu sogar noch ökonomisch.
"Das ist der reine Unverstand.
Der Unsinn nahm schon überhand:
Im Wattenmeer, auf Bergeshöh'n,
muss man die Dinger anbeseh'n.
Man macht es allen Bürgern weis",
seufzt unser Gäller traurig leis,
"Windenergie wird alles retten!
Wir können ganz beruhigt uns betten
und freudig in den Urlaub gehn.
Mit Windes Strom wird alles schön!
Die Leute glauben's, weil sie' s wollen,
ohn' dem Verstand Respekt zu zollen."
Die Gällerdiebe
Mit Gällers Federn sich zu schmücken,
füllt manche Menschen mit Entzücken.
Die Verse ihn'n so sehr gefallen,
dass sie gleich stehl'n die Nachtigallen.
Sie rauben hier ganz wie die Raben,
ohn' irgendwelche Scheu zu haben,
und wildern hier ohn' Dank, ohn' Bitt'
und nehm'n die Verse einfach mit.
Sie tun, als wär'n sie große Dichter,
dabei sind sie nur kleine Lichter;
denn diese Gällerverse stammen
von Handmanns Homepage all' zusammen.
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