[
Zu Ende geht der Herbst
] 1)

Verdrossnen Sinn im kalten Herzen hegend,
Reis ich verdrießlich durch die kalte Welt,
Zu Ende geht der Herbst, ein Nebel hält
Feuchteingehüllt die abgestorbne Gegend.

Die Winde pfeifen, hin und her bewegend
Das rote Laub, das von den Bäumen fällt,
Es seufzt der Wald, es dampft das kahle Feld,
Nun kommt das Schlimmste noch, es regent. 2)

Heinrich Heine

1)  Überschrift vom Herausgeber eingefügt
2)  "regent" ist kein Schreibfehler, sondern entspricht dem
Wortlaut des Originals (sog. "erzwungener Reim" auf "bewegend"; s. Heine, Neue Gedichte, Neuer Frühling, XLII, d. i. Nr. 42. Anm. d. Hrg.)

Ernesto Handmann
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