Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm' ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

Friedrich Hölderlin
(zw. 1799 u. 1803)

Ernesto Handmann
sinngedichtearcor.de
Oben   Start   Gedichte   Liebesgedichte   Naturgedichte   Sinngedichte   Balladen   Dichter   Kontakt www.gedichte.phantasus.de  
Gedichte Sinngedichte Sinngedichte Ernesto Handmann
Start   Gedichte   Liebesgedichte   Naturgedichte   Sinngedichte   Balladen   Sonette   Dichter   Kontakt   sinngedichtearcor.de
Sinngedichte
Die Gedanken sind frei ...
Gedankenlyrik