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Gefunden

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus.

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

Johann Wolfgang von Goethe (1813)


Erläuterungen, Entstehung, Hintergrund:
Das allegorische Gedicht entstand am 26.8.1813 als Hommage Goethes an seine Frau, Christiane von Goethe, geb. Vulpius (1765-1816). Anlass war der 25. Jahrestag der ersten Begegnung der beiden im Park an der Ilm in Weimar am 12.7.1788.
(Anm. d. Hrg.)



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