Aus der Ferne

Wie schön! wenn aus vergang'nen Zeiten
Ein Jugendhauch den Geist bewegt,
Und leis' an längst verklung'ne Saiten
Des viel bewegten Herzens schlägt!

Ist es ein Traum aus frühen Tagen?
Ist es der Kindheit Sonnenblick?
Ich fühl' es tief und kann's nicht sagen,
Ich fühle erster Tage Glück.

Was mir dazwischen hingeflossen,
Vergessen ist es wie das Heut;
Was mich umgibt, wird übergossen
Vom Zauber der Vergangenheit.

Wolfgang Maximilian v. Goethe
(Enkel Johann Wolfgang v. Goethes)

Ernesto Handmann
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